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München - Stadt der Musen und Museen

Nicht Ludwig II., der romantische Visionär, dessen Schlösser Neuschwanstein und Linderhof heute Tausende von Touristen ins Land ziehen, ist für viele gebürtige Münchner der „wahre“ König der Bayern. Sie verehren stattdessen seinen kunstliebenden Großvater Ludwig I. von Bayern (1786–1868).

König und Kunstfreund

Er war es schließlich, der München in einen wahren Musentempel verwandelte und große Künstler seiner Zeit in die Stadt holte. Ludwig I. war ein begeisterter Verehrer Griechenlands und wollte aus der Isarstadt tatsächlich ein bayerisches Athen machen. Das klingt vielleicht kurios und wie ein leicht größenwahnsinniges Projekt, doch tatsächlich prägen die klassizistischen Bauten zwischen Ludwigstraße und Königsplatz, die in jener Zeit entstanden, das Bild der Stadt bis heute entscheidend. Unter dem Stichwort „Kunstareal München“ findet man sie in jedem Münchner Reiseführer.

Rund um den Königsplatz

Der von Ludwig I. begründete Königsplatz des Architekten Leo von Klenze ist ein Must See für jeden Münchenbesucher. Hier befindet sich die Glyptothek, deren Bestände zum großen Teil auf die Sammelleidenschaft des Königs zurückgehen. Der Barberinische Faun aus der Zeit des Hellenismus ist wohl das bekannteste Exponat der Sammlung. Zum Königsplatz gehören auch die Propyläen, das schönste Stadttor Münchens, und die Antikensammlung. Hier kann man Keramiken, Schmuck und Alltagsgegenstände aus griechischer, römischer und etruskischer Zeit bestaunen – eine so reiche Sammlung, dass sich allein in diesem Museum mehrere Tage verbringen ließen.

Alte und Neue Pinakothek

Doch wer sich einen ersten Überblick über die großartige Museenlandschaft Münchens verschaffen will, verweilt hier nur ein paar Stunden und geht dann weiter zur Alten Pinakothek, ebenfalls eine Gründung Ludwigs I. Sie ist fußläufig vom Königsplatz aus erreichbar und beherbergt vor allem Gemälde aus der Zeit des Mittelalters bis zum 17. Jahrhundert. Die Alte Pinakothek gehört zu den renommiertesten Gemäldesammlungen der Welt. Auch sie allein wäre es wert, ein ganzes Wochenende in ihr zu verbringen. Auf der Website der Münchner Pinakotheken kann man sich mit einem virtuellen Rundgang einstimmen und vorab die Meisterwerke auswählen, die man sich dann „live“ ansehen möchte.

Konzeption einer Weltstadt

Direkt gegenüber der Alten Pinakothek im Kunstareal München liegt die ebenfalls von Ludwig I. begründete Neue Pinakothek. Eine Auswahl ihrer Exponate, darunter Werke von Malern der Deutschen Romantik wie Friedrich Overbeck und impressionistische Gemälde von Renoir, Manet, Monet oder Van Gogh, ist zurzeit im Erdgeschoss der Alten Pinakothek zu sehen. Das Gebäude selbst ist wegen Renovierungsarbeiten bis 2025 geschlossen. Man sollte es sich aber dennoch von außen ansehen, um einen Eindruck von der Konzeption des Areals zu gewinnen. Dann versteht man, dass Ludwig I. ein mindestens ebenso großer Visionär war wie sein schillernder Enkel und in Dimensionen dachte, die dem Ruf einer Weltstadt gerecht werden.


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