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München - Stadt der Musen und Museen III

Überraschend, witzig und immer wieder neu: Auch das ist die Museumslandschaft in München. Und nachdem wir Ihnen das klassische München mit den absoluten „Must Sees“ für jeden Münchenbesucher bereits vorgestellt haben, präsentieren wir Ihnen nun ein paar ausgefallenere Kultur- und Erlebnisorte. Nicht alle sind immer noch Geheimtipps, aber jeder von ihnen auf jeden Fall einen Besuch wert.

Alles Theater - in München

Deutsche Theatermuseum in München
Deutsche Theatermuseum in München Bildquelle Wikipedia

Das Deutsche Theatermuseum in München ist eines der interessantesten Museen der bayerischen Landeshauptstadt, beherbergt aber keineswegs nur Exponate aus Bayern, sondern aus ganz Deutschland. Dennoch wird es oft übersehen, wenn man von der Münchener Museumslandschaft spricht. Schade, denn nicht nur Schauspielerinnen wie Sunnyi Melles finden, dass das Theatermuseum „genauso wichtig ist wie das Internet“. Auf seiner Website nennt das Museum als seine Aufgabe, „das theatrale Gedächtnis sammelnd zu bewahren“. Hmmhh … und was heißt das nun? Was kann man sich hier ansehen? Neben wunderschönen und aufwendigen Theaterkostümen vor allem Baupläne, Entwürfe und Zeichnungen für Bühnenbilder sowie Theaterfotografien. Zum Museum gehört auch eine umfangreiche Bibliothek, deren Bestände bis in die Zeit der Renaissance zurückreichen. In zentraler und wunderschöner Lage am Hofgarten der Residenz lohnt ein Besuch mit anschließendem Lustwandeln unter den Arkaden.
www.deutschestheatermuseum.de

Das Filmmuseum München

Im Münchener Stadtmuseum am St.-Jakobs-Platz 1, ganz zentral in der Innenstadt, befindet sich das Münchener Filmmuseum. Hier entstand von 1963 an aus der „Abteilung Foto und Film“ des Stadtmuseums das erste kommunale Kino Deutschlands und später ein international renommiertes Filmarchiv. Schwerpunkte der Sammlung sind deutsche und sowjetische Stummfilme, frühe Tonfilme und Klassiker des Avantgardefilms. Höhepunkte der Filmgeschichte wurden hier in jahrelanger Arbeit rekonstruiert, darunter „Metropolis“, „Der Golem“ oder „Die freudlose Gasse“. Täglich werden hier wechselnde Programme gezeigt, die man auf der Website www.muenchner-stadtmuseum.de abfragen kann.

Überraschend anders: MUCA

Wer meint, Street Art gäbe es nur in Metropolen wie Hamburg oder Berlin, kennt noch nicht das MUCA in München, das Museum of Urban and Contemporary Art, ein Museum, das Werke international renommierter ebenso wie (noch) unbekannter Künstler und Künstlerinnen zeigt. „Wir glauben daran, dass Kunst das Potenzial hat, die Wahrnehmung auf die Welt zu verändern.“ So heißt es auf der hauseigenen Website. Auch in München?, möchte man da vielleicht ketzerisch fragen, angesichts mancher alteingesessenen und vielleicht auch eingefahrenen Traditionen und dem Ruf Münchens vor allem als „klassischer“ Kulturmetropole. Doch vielleicht sollte man auch einmal die Wahrnehmung auf die bayerische Landeshauptstadt verändern. Im MUCA wird man auf jeden Fall überrascht darüber sein, dass die Isarschönheit auch eine avantgardistische, experimentelle Seite zu bieten hat. www.muca.eu

Bier- und Oktoberfestmuseum

Bier- und Oktoberfestmuseum
Bier- und Oktoberfestmuseum Bildquelle Wikipedia

Kaum überraschend, aber witzig – oder: Oans, zwoa, g’suffa

München wäre nicht München, hielte es nicht neben Kunst und Kultur auch jede Menge anderer Freizeitvergnügungen bereit. Natürlich: Wer denkt da nicht als erstes an das Oktoberfest, a.k.a. Wiesn, und an süffiges Bier? Gerade in diesem Jahr, in dem das größte Volksfest der Welt angesichts der Coronakrise ausfallen muss, lohnt darum ein Besuch des Bier- und Oktoberfestmuseums im ältesten Bürgerhaus der Stadt, Sterneckerstraße 2, ganz nahe am Viktualienmarkt, zwischen Marienplatz und Isartor. Hier erfährt man alles rund um die Geschichte des Gerstensafts. Führung empfohlen – denn dabei erzählen echte Münchener Originale auch die ein oder andere Anekdote rund um Bürgerhaus, Bier und Brauereien, die einem sonst verborgen geblieben wäre.
www.bier-und-oktoberfestmuseum.de